Kinder mit Behinderung – Tiergestützte Therapie

Kinder mit Behinderung und Möglichkeiten der Tiergestützten Therapie werfen oft viele Fragen bei Eltern auf. Und auch, wenn ich definitiv nicht auf diesen Bereich spezialisiert bin, habe ich natürlich meine Meinung dazu. Insbesondere die Delfin- und die Reittherapie sind zwei Formen der Tiergestützten Therapie, die vielen im Kopf herum schwirren und von denen auch du bestimmt schon einmal etwas gehört hast.

Delfin-/ und Reittherapie

Hierbei steht v.a. im Vordergrund, dass es sich eben nicht „einfach nur um Reiten“ oder „im Wasser plantschen“ handelt, sondern dass pädagogische, psychologische, psychotherapeutische, rehabilitative und sozial-integrative Maßnahmen mit dem Pferd bzw. Delfin umgesetzt werden. Es wird von einer ganzheitlichen, individuellen Förderung gesprochen, die langfristige Entwicklungsfortschritte mit sich bringt.

Klingt doch toll ?!

Im Gegensatz dazu stehen aber natürlich die häufig geäußerten Zweifel an solchen Therapieformen..insbesondere die Delfintherapie unterliegt zahlreichen kritischen Stimmen. Laute Kritikpunkte sind beispielsweise, dass die Haltung der Tiere trotz bestmöglicher Bedingungen nicht artgerecht ist. Aber auch, dass die Wirkung und Effekte nicht genügend bzw. zweifellos wissenschaftlich bewiesen werden konnten und natürlich die hohen Kosten (Anm.: Die Krankenkasse übernimmt die Delfintherapie nicht und kostet mehrere Tausend Euro; das therapeutische Reiten wird teilweise übernommen und beginnt bei ungefähr 70 Euro pro Stunde).

Meine Meinung dazu

Ich gebe ehrlich zu, dass ich das Thema Delfintherapie schwierig finde. Ich bin mir sicher, dass sich durch die Delfintherapie tolle Entwicklungsfortschritte verzeichnen lassen können. Und das wird mit Sicherheit nicht nur an dem hohen Input an Therapie, dem bereits an sich beruhigenden Effekt von Wasser und der intensiven Zeit als Familie liegen, sondern wahrscheinlich schon auch an dem Tier selbst. Aber abgesehen davon, dass mein Wissen über Delfine sich wirklich in Grenzen hält, finde ich insbesondere die damit verbundenen hohen Kosten und den Aufwand für viele eben unrealistisch. Die Möglichkeit einer Delfintherapie ist einfach oft sehr weit vom Familienalltag sowie den eigenen Möglichkeiten entfernt.*

Andere Möglichkeiten der Tiergestützten Therapie

Genau dadurch bin ich auf das Thema der aktuellen Podcastfolge gekommen. Und zwar: Welche Tiergestützten Therapieformen gibt es denn, die sich besser in den Alltag integrieren lassen?

Da ich wie bereits erwähnt auch keine Spezialistin auf dem Gebiet bin, bin ich über Instagram auf die liebe Lena gestoßen. Lena arbeitet mit ganz tollem Engagement als Hundgestützte Ergotherapeutin in der Nähe von München. Auf ihrem Profil zeigt sie uns nicht nur Ausschnitte aus ihrem Berufsalltag, sondern klärt vor allem auch darüber auf, was genau die Hundgestützte Ergotherapie überhaupt ist.

Lena und Milow bei der Arbeit

Ich persönlich finde, dass insbesondere die Hundgestützte Ergotherapie eine Möglichkeit für Familien darstellt, die wesentlich näher am Alltag ist. Je nach Wohnort ist natürlcih auch diese mit ein wenig Fahrerei verbunden, aber der Aufwand ist weiterhin verhältnismäßig gering. Außerdem finde ich es einen riesigen Vorteil, dass eine solche Tiergestützte Therapie nicht auf 1-2 Wochen begrenzt ist, sondern mehr Stabilität bietet, dadurch dass sie regelmäßig stattfindet.

Neue Podcastfolge

Aber damit du dir selbst ein Bild schaffen kannst, haben Lena und ich uns in der aktuellen Podcastfolge ziemlich ausführlich darüber unterhalten, was der Unterschied zwischen Ergo-/ und Physiotherapie ist. Aber auch worauf es zu achten gilt, wie eine solche hundgestützte Therapieeinheit aussehen kann und was das besondere an Therapiehunden ist. Wenn du also irgendwelche Fragen zu diesem Thema haben solltest oder schon einmal mit dem Gedanken gespielt hast, dann hör unbedingt rein!

Hier geht’s zur Podcastfolge

* Ob die Delfintherapie im Sinne des Tierschutzes vertretbar ist, ist meines Erachtens nach eine andere Debatte und steht hier nicht im Vordergrund.

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